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Erinnerungen an die Kontroverse um das Denkmal zur Revolution 1918

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Zwei Zeitzeugen schildern ihre Erinnerungen an die Auseinandersetzungen um das Denkmal "Feuer aus Kesseln" von Hans-Jürgen Breuste in Kiel, das an die Revolution von 1918 erinnern soll. Beide schildern ihre presönliche, sich teilweise widersprechende Sicht der damaligen Ereignisse. Wolf Johanning (SPD) ist 1978 Stadtpräsident, als die SPD-Fraktion die Errichtung eines Denkmals beantragt. Eckart Sauerbaum ist zu diesem Zeitpunkt Fraktionsvorsitzender der Kieler CDU, die gegen den Antrag stimmt und hat dennoch 1982 - nachdem sich die Machtverhältnisse in Kiel geändert haben - als neuer Stadpräsident die Aufgabe, das Denkmal der Öffentlichkeit zu übergeben.

Quelle: Welle Nord Zeitzeugenarchiv
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"(Eckart Sauerbaum) Ich kann mich wirklich beim besten Willen an Einzelheiten nicht mehr erinnern. Ich meine nur, dass eine Zahl von CDU-Fraktionsmitgliedern die Entwicklung 1918, für die Entwicklung in Richtung Demokratie nicht so positiv gesehen hat, wie es die Befürworter taten. Viele haben sich gefragt, ob denn der bisherige Fraktionsvorsitzende als Kritiker hier die Kurve kriegen würde. Manche haben mir geraten, mich vertreten zu lassen. Nun, wer mich kennt, weiß, dass das nicht meine Art ist. Ich hatte keine Probleme, diese Einweihung durchzuführen. Ich habe allerdings etwas getan. Ich habe, was ich eigentlich selten getan habe, hier vom Blatt abgelesen, um von vornherein zu verhindern, dass in dieser aufgeheizten Diskussion man bewusst missverstanden wurde. "

"(Wolf Johanning) Wir haben gesagt, wo in Kiel erfährt man das eigentlich? Es gibt nichts, was daran erinnert an diese Zeit. Denn Kiel hat ja ansonsten, bis auf die Tatsache, dass sie eine Marinestadt war, in der Deutschen Geschichte keine besonders große Rolle gespielt und wir wollten einfach, dass sich das manifestiert im Stadtbild. Und es war natürlich auch bewusst als Gegenpunkt gedacht gegen die zwei Dinge, mit denen Kiel und Krieg und Marine immer Verbindung gebracht wurde. Das war einmal das Laböer Ehrenmal und das Wot-Ehrenmal in Mölltenort. In der Stadt selbst gab es aber überhaupt keinerlei Erinnerungszeichen. "

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