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Adolf Hitler

Geboren 20. 04. 1889 in Braunau
Gestorben 30. 04. 1945 in Berlin

Ohne Schulabschluss und Ausbildung dient Adolf Hitler als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg. 1919 tritt er der neu gegründeten, antisemitischen, republikfeindlichen "Deutschen Arbeiterpartei" (DAP) bei, die sich 1920 in "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" (NSDAP) umbenennt. Nachdem er als Propagandaobmann der Partei zahlreiche neue Anhänger gewinnen kann, übernimmt er im Juni 1921 den Parteivorsitz: er wird zum quasi allmächtigen "Führer". Am 8./9. November 1923 versucht Hitler in München an der Spitze einer rechtsradikalen Bewegung die Regierung des Deutschen Reiches gewaltsam zu stürzen ("Hitlerputsch"). Nach dem Scheitern zu fünf Jahren Haft verurteilt, jedoch Ende 1924 vorzeitig entlassen, gründet er die nach dem Putschversuch verbotene NSDAP im Februar 1925 neu.

Am 30. Januar 1933 ernennt Reichspräsident Hindenburg Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler einer Koalitionsregierung von NSDAP und DNVP. Schon nach wenigen Monaten regiert Hitler in einer auf den "Führer" Hitler zugeschnittenen Diktatur. Konkurrenten innerhalb der NS-Bewegung lässt Hitler im Juli 1934 aus dem Weg räumen ("Röhm-Putsch"), nach dem Tod Hindenburgs im August 1934 ist er als "Führer und Reichskanzler" Reichskanzler, Reichspräsident und "Oberster Befehlshaber der Wehrmacht" in Personalunion.

Das NS-Regime versucht die von Hitler schon in seinem Buch "Mein Kampf" 1924 verbreitete Ideologie von einer "arischen Herrenrasse", "sowjetischen Untermenschen" und dem "notwendigen" Kampf gegen die "minderwertige, jüdische Rasse" sowie seine angestrebten Ziele von einer "deutschen Vormachtstellung" in Europa, von "Eroberung von Lebensraum im Osten" mit dem Ziel einer rassisch begründeten, weltweiten "arischen" Vorherrschaft rücksichtslos innen- und außenpolitisch durchzusetzen: Verfolgung und Ermordung von Juden, Kranken, Behinderten, "Asozialen" und Homosexuellen und der lange angestrebte Krieg - wobei Hitler immer stärker in Einzelheiten der Kriegführung eingreift - der auch den Rahmen bietet, die geplante Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Europa in die Tat umzusetzen.

Als die alliierten Truppen die Grenzen Deutschlands überschreiten, weist Hitler im März 1945 die Selbstzerstörung wichtiger Infrastruktur und Industrieanlagen im Reich an. Am 29. April 1945 ernennt er Admiral Dönitz zu seinem Nachfolger als Staatsoberhaupt und tötet sich am 20. April im "Führerbunker" in Berlin selbst.

Der Nationalsozialismus ist ohne die charismatische Figur des "Führers" Hitler nicht denkbar. Er war allerorten: hin und wieder zu Propagandaauftritten erscheinend, seit 1933 in sämtlichen Massenmedien und Propagandaeinrichtungen stilisiert, als übersinnlicher "Messias" und sich für das Volk aufzehrender "Führer". Adolf Hitler war gerade auch in seiner Entrücktheit präsent: "Wenn das der Führer wüsste!", bildete die deutsche Entlastungsformel für Unzufriedenheiten mit regionalen NS-Führern, Alltagsfrust, Abweichungen der Wirklichkeit von Idealen. Zu Hitler und nicht zu den lokalen oder regionalen Herrschaftsinstanzen des NS-Staates bauten die deutschen "Volksgenossen" in der "Zustimmungsdiktatur" (G. Aly) persönlich verstandene Loyalitäten auf, ihm hielten sie die "Treue" auch im Krieg, unter eigenen Opfern, aber auch in Verstrickungen. Die Macht der regionalen Instanzen und Würdenträger war von der Person Hitlers abgeleitet.

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