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Mathilde Fibiger

Geboren 13. 12. 1830 in Kopenhagen
Gestorben 17. 06. 1872 in Aarhus

Die Hauslehrerin und Schriftstellerin Mathilde Lucie Fibiger ist eine Schlüsselperson der dänischen Frauenrechtsbewegung im 19. Jahrhundert. Als erste Frau prangert sie in ihren Romanen die rechtliche Ungleichheit zwischen den Geschlechtern an und kritisiert die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen. Damit rückt sie die Themen Frauenrechte und Gleichberechtigung in das Interesse der dänischen Öffentlichkeit. Schon in ihrem literarischen Debüt, der Briefnovelle „Tolv breve“ (dt. „Zwölf Briefe“), die sie im Dezember 1850 unter dem Pseudonym „Clara Raphael“ veröffentlicht, macht sich Fibiger für die uneingeschränkte Gleichberechtigung der Frauen in Dänemark stark. Ihr Ruf nach Emanzipation der Frau wird von ihren Kritikern als skandalös betrachtet und löst in der Öffentlichkeit eine heftige literarische Kontroverse aus. Die so genannte „Clara Raphael Debatte“ wird heute als ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Frauen in Dänemark bewertet. Ihre späteren Werke „En Skizze efter det verkelige Liv“ (1853) und „Minona. En Fortælling“ (1854) thematisieren erneut die Rechte der Frau und ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung. Im Vergleich zu „Tolv breve“ finden sie aber nur wenig Beachtung und werden von den Literaturkritikern verrissen. Daraufhin gibt Mathilde Fibiger das Schreiben auf. 1866 wird sie nach einer dreijährigen Ausbildung die erste Frau im staatlichen dänischen Telegraphendienst.

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