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Der Idstedter Lwe © sdu

1993 kommt ein Buch ber den Idstedter Lwen, ein Monument von H.W. Bissen 1859-1860, heraus. Im Jahr zuvor hat der Grenzfriedensbund den Idstedter Lwen zum Thema fr die Mrzausgabe des "Grenzfriedensheftes" gemacht. Im September 2001 erscheint ein ganzseitiger Artikel in der "Flensborg Avis" ber den Idstedter Lwen. Warum all die Aufmerksamkeit fr ein altes Monument?

Der Lwe wird als Denkmal fr die Gefallenen der Idstedter Schlacht 1850 errichtet. Es ist die grte und blutigste Schlacht des Dreijhrigen Krieges und, obwohl die Dnen gewinnen, fielen 845 Mann auf ihrer Seite und es gab dreimal so viele Verletzte. Der Idstedter Lwe wird auf dem Flensburger Friedhof 1862 errichtet. Die dnisch Gesinnten freuen sich, doch die Deutsche rgeren sich.

Als Gedenksttten haben die Schlacht bei Idstedt und die Schlacht bei Dppel viele Gemeinsamkeiten:

das verlierende Land interpretiert die Schlacht als eine ehrenvolle Niederlage gegen eine bermacht.

Die Sieger errichten ein Denkmal, das von den Verlierern als Siegesmal aufgefasst wird.

Dieses Siegesmal wird spter, nach der Rckeroberung des Ortes, zerstrt.

Zur Erinnerung und Information an die Schlachten werden eigene Institutionen geschaffen.

Erst im 21. Jahrhundert knnen sich die beiden Gegner zu einem gemeinsamen Gedenkfest fr die Toten treffen.

Die beiden Siegesmale haben jedoch nicht dasselbe Schicksal, auch wenn sie beide unter Zerstrungen litten. Das Dppeler Denkmal darf nach der Grenznderung 1920 stehen bleiben und wird eine Woche nach der Kapitulation Deutschlands 1945 zerstrt. Der Idstedter Lwe soll unmittelbar nach der preuischen bernahme Flensburgs 1864 zerstrt werden, wird aber gerettet und in Berlin wieder aufgestellt. Von hieraus wird er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Dnemark gebracht und im Tjhusmuseum in Kopenhagen aufgestellt. Der Lwe existiert noch immer, und das tut auch die Diskussion darber, ob man ihn wieder nach Flensburg bringen soll. Und die Debatte ist noch immer gefhlsgeladen.

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